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Die Lavahöhle wurde für Besucher zugänglich gemacht

Cueva del Llano – Museum unter der Erde

Die berühmte und größte erschlossene Lavagrotte Lanzarotes, Los Jameos del Agua, hat seit dem 11. Februar Konkurrenz bekommen. An diesem Tag wurde nämlich in Lajares in der Gemeinde La Oliva auf Fuerteventura das unterirdische Museum „Cueva del Llano“ eingeweiht.



Galerie© Cab.TF
23.02.2006 - Fuerteventura - Es handelt sich ebenfalls um eine für Besucher zugänglich gemachte Lavahöhle, die zwar nicht die gestalterische Handschrift des berühmten verstorbenen Künstlers César Manrique trägt, nach Angaben von Experten aber vom geologisch-wissenschaftlichen Standpunkt von weit größerem Interesse ist. Durch die Einrichtung des Besucherzentrums, an dem das Cabildo von Teneriffa mitgewirkt hat, soll der Schutz des Naturdenkmals gewährleistet werden.
Nachdem die tunnelartige Lavahöhle in nicht allzu ferner Vergangenheit dem Militär als Sprengstofflager und später gar als Kamel- und Ziegenstall diente, haben Wissenschaftler vor wenigen Jahren die Behörden von der Wichtigkeit, die Höhle vor dem Verkommen zu bewahren, überzeugen können. Im April 2004 unterzeichneten die Cabildoressorts für Museen und Kunstzentren von Fuerteventura und Teneriffa ein Abkommen, demzufolge die über eine Million Jahre alte Höhle in ein Besucherzentrum verwandelt werden sollte.
Angesichts des enormen Reichtums an archäolgischen Funden sowie der einmaligen Tier- und Pflanzenwelt, die die Höhle birgt, wurde jedoch eine strikte Kontrolle der Besucherzahlen vereinbart. Anders als in Los Jameos del Agua auf Lanzarote, wo der Besucherstrom tagtäglich schier nicht abbrechen will, darf die Cueva del Llano nur in Begleitung eines Führers besucht werden. Dieser führt einmal pro Stunde eine Gruppe von maximal 15 Personen durch den Lavagang. Zumindest durch die ersten 200 Meter des Tunnels, der eigentlich 600 Meter lang ist. Weiter dürfen die Besucher jedoch nicht, denn ihre Körperwärme und -feuchtigkeit könnte das ökologische Gleichgewicht im Höhleninneren stören, was eine echte Bedrohung für einen der beeindruckendsten Bewohner, die winzige Spinne Maiorerus randoi, wäre.






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