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Ausgabe Nr. 72 vom 8. - 21. Oktober 2008
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Bravo für die Bürgerinitiative von Icod de Los Vinos





18.07.2008 - - Als regelmäßiger Leser Ihrer Zeitung kann ich mich nur über die gewaltigen Straßenbauprojekte auf Teneriffa wundern. War da nicht erst kürzlich die Rede von einem Tunnel, der Teneriffa Nord und Süd verbinden soll? Und von der Straßenbahn, die in der Zukunft Santa Cruz mit dem Süden und dem Norden der Insel verbinden soll? Wozu dann noch diese Schließung des Inselrings, die lt. Ihrem Bericht auf Seite 3 (Ausgabe vom 2. Juli) so viel Ackerland und Kulturgut zerstören wird?
Man hat den Eindruck, die Politiker trauen ihren eigenen Projekten nicht so recht. Statt zielstrebig auf den Tunnelbau hinzuarbeiten, der nun wirklich eine große Zeitersparnis für die Nord-Süd-Pendler bedeuten würde, und auf diesen famosen Straßenbahnbau, wird jetzt wieder Geld mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen, denn sollten diese Tunnel- und Bahnprojekte tatsächlich verwirklicht werden, wird die Schließung des Straßenrings über eine Schnell­straße dann doch überflüssig?
Wir lieben diese Fahrt in den Süden über die kurvenreichen Bergstraßen und können uns gut vorstellen, dass die Bauarbeiten jahrelange Staus für die Pendler bedeuten, die dann mit Sicherheit lieber relativ flüssig über die alte Stra-  ße fahren würden. Und ihre Äcker behalten.
Das Projekt der Schließung des Inselrings ist ja schon lange in Ihrer Zeitung Thema. Aber wenn nun neue, bessere Projekte angestrebt werden, wäre es doch eigentlich sinnvoll, das alte Projekt zugunsten der anderen in der Schublade verschwinden zu lassen. Das hier eingesparte Geld könnte den neuen Projekten zugute kommen, und alle wären zufrieden.
Dagegen spricht natürlich die lange Zeit, die vergehen wird, bis das Tunnel- und Staßenbahnprojekt dann wirklich spruchreif ist. Doch wenn man verantwortungsvoll in die Zukunft blicken will, dann sind 10 Jahre gar nichts.
Wir wollen auf alle Fälle bei der Kundgebung am 12. Juli dabei sein, um uns als Ausländer mit den hiesigen Umweltschützern zu solidarisieren.

Bernd Wohlscheidt
Los Realejos









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