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Ausgabe Nr. 68 vom 6. - 19. August 2008
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Bürgermeister ergreift Initiative und fordert alle Beteiligten auf, dieses Umweltproblem endlich anzupacken

„La Palma darf nicht zum Autofriedhof werden“

Autowracks am Straßenrand, in verlassenen Gehöften oder auf öffentlichen Parkplätzen werden auf La Palma zunehmend zu einem Umweltproblem. Immerhin gibt es auf der Insel keinen offiziellen Schrottplatz bzw. eine Schrottpresse, geschweige denn eine Verwertungsanlage.

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Jaime Sicilia schätzt, dass auf La Palma bis zu 2.000 Schrottautos am Straßenrand verrotten.
Galerie© WB
Jaime Sicilia schätzt, dass auf La Palma bis zu 2.000 Schrottautos am Straßenrand verrotten.
27.04.2008 - La Palma - Jaime Sicilia, Bürgermeister von Breña Baja, hat nun die Initiative ergriffen und dringt auf eine schnelle Lösung dieses Problems. Mit dieser Bitte hat er sich an den Vorsitzenden des kanarischen Gemeindebundes, Lázaro Brito, gewandt. Er fordert ein Treffen mit Cabildovertretern und allen Bürgermeistern der Insel, um gemeinsam zu besprechen, wie der Transport von Altfahrzeugen und Wracks zur Autoverwertungsstelle auf Teneriffa zu bewerkstelligen bzw. zu finanzieren ist.
„Niemand kann sich der Verantwortung entziehen“, gestand Sicilia der Zeitung El Día. „Wir stehen vor einem ernsten Umweltproblem, das wir gemeinsam angehen müssen. Das Gesetz schreibt vor, dass Altfahrzeuge in einem anerkannten Verwerterbetrieb abgeliefert werden müssen und die Eigentümer nur so eine Abmeldung beim Verkehrsamt erwirken können. Doch auf La Palma fehlt die notwendige Einrichtung und vermutlich lohnt es sich angesichts des geringen Volumens auch nicht, eine Deponie einzurichten.“
Nach Ansicht von Sicilia gibt es nur zwei Alternativen; entweder man bezahlt für die Abholung der Autos oder man bringt sie selbst nach Teneriffa. Dabei ist er der Meinung, dass die Entsorgungskosten gerecht aufgeteilt werden müssen. In gewissem Maße seien ja auch die Fahrzeugeigentümer verantwortlich und so sollten sie die Entsorgungskosten an sich übernehmen. Die Kosten für den Transport des Fahrzeugs von La Palma nach Teneriffa hingegen müssten Cabildo und Gemeinden tragen, denn immerhin sind sie es ja, die ihren Einwohnern den notwendigen Service nicht bieten.
Sicilia sagte, dass allein in Breña Baja 150 Autowracks gezählt worden sind – „wir haben sogar eine Liste der Wracks am Straßenrand“. Auf ganz La Palma schätzt er, dass zwischen 1.000 und 2.000 Altfahrzeuge am Straßenrand verrotten. „Wir müssen gemeinsam dieses Problem beseitigen“, drängt er, „denn Schreiben hin und her zu schicken stellt keine Lösung dar“.
Für Sicilia steht fest, dass eine Insel wie La Palma, wo Landschafts- und Naturschutz eine wichtige Rolle spielen, und die Natur- und Landschaftswerte für den Qualitätstourismus ausschlaggebend sind, „sich nicht in einen Autofriedhof verwandeln kann“. Die letzte Kampagne zur Verschrottung von Altfahrzeugen und verlassenen Autowracks liegt mindestens vier Jahre zurück.

Lösung in Sicht

Schon in wenigen Wochen könnte das Problem gelöst sein. Einem Bericht der Zeitung Diario de Avisos zufolge hat das Unternehmen Reciclajes Pérez y Garnier SL eine Industriehalle für die Zwischenlagerung von Altfahrzeugen und die Betriebsstoffentsorgung gebaut.
Die Halle im Industriegebiet Mirca in Santa Cruz de La Palma soll demnächst vom regionalen Industrieressort abgenommen werden. Das Unternehmen plant dort die Zwischenlagerung der Fahrzeuge und die Vorbereitung für die Verschrottung auf dem spanischen Festland.








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