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Ausgabe Nr. 74 vom 5. - 18. November 2008
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Etwa 500 Personen protestierten am 12. Juli in Icod de los Vinos gegen das Bauvorhaben

Demonstration gegen Schließung von Inselstraßenring

Etwa 500 Personen demons­trierten am 12. Juli in Icod de los Vinos gegen die geplante Schließung von Teneriffas Inselstraßenring im Norden der Insel. Der Protestzug begann im Ortsteil El Empalme und schloss mit einer Kundgebung vor dem Rathaus von Icod de los Vinos.



Galerie© M. Pérez
19.07.2008 - Teneriffa - In gewissen lokalen Medien wurde im Nachhinein mit einem regelrecht hämischen Unterton behauptet, die überwältigende Mehrheit der Protestler seien nicht etwa tatsächlich von dem Bauvorhaben betroffene Anwohner, sondern vielmehr Anhänger der verschiedenen Bürgerplattformen und sonstigen Umweltschutzinitiativen gewesen, die zu der Demonstration aufgerufen hatten.
Diese Behauptung wurde auch von Icods Bürgermeister Diego Afonso (CC) vertreten, der zusammen mit einem Großteil der Mitglieder seiner Regierungsmannschaft vor dem Rathaus auf die Demons­tranten wartete. Seinen Worten zufolge waren höchstens 10% der dem Aufruf gefolgten Projektgegner tatsächlich Anwohner, die durch das Straßenprojekt in Form von Enteignungen oder sonstigen Unannehmlichkeiten betroffen sind.
Dessen ungeachtet ließen die Demonstranten jedoch keinen Zweifel an ihrer totalen Ablehnung des umstrittenen Bauvorhabens, das nicht nur eine noch weitgehend ursprüngliche Landschaft zerstören, sondern auch für viele der betroffenen Anwohner das erzwungene Ende eines ländlichen Lebensstils bedeuten werde. Da die geplanten Straßen unter anderem auch mehrere ländliche Ortschaften regelrecht entzweien, würden viele Anwohner um ihre Gemüse- und Obstgärten bzw. Tierherden gebracht werden.
Wegen der knapp sechs Minuten Zeiteinsparung, die man durch die Nutzung dieser Verkehrsverbindung in den Süden gewinnen würde, seien die Zers­törung der Umwelt und die 165 Millionen Euro, die für das Projekt veranschlagt sind, einfach nicht zu rechtfertigen, hieß es unter anderem auf der abschließenden Kundgebung. Das Geld solle lieber in die Unterstützung der Wirtschaft und Bevölkerung im Norden Teneriffas investiert werden, damit sich die Bewohner gar mehr weiter gezwungen sehen, im Süden der Insel nach Arbeit zu suchen.






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