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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Bereits 2009 könnten die ersten Filialen den Betrieb aufnehmen

Lidl wird vier Supermärkte auf Teneriffa eröffnen

Nach fast vier Jahren Rechtsstreit scheinen nun alle Verhinderungsversuche der Lidl-Gegner ausgeschöpft und die Eröffnung der ersten Filialen der Supermarkt-Kette auf den Kanaren nicht mehr zu verhindern sein. Jüngsten Meldungen zufolge will Lidl jedenfalls bereits im kommenden Jahr vier Supermärkte auf Teneriffa eröffnen.

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25.08.2008 - Teneriffa - Weitere Filialen sind auf Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria geplant.
Lange Zeit gab es für die deutsche Handelskette keine Möglichkeit, eine Filiale auf dem Archipel zu eröffnen, da das regionale Handelsgesetz „Super-Discounter“ wie Lidl verbietet. Die Lösung lag schließlich darin, verschiedene Einschränkungen in Kauf zu nehmen, die aus dem „Discounter“ einen konventionellen Supermarkt machen sollen. Demnach dürfen die auf den Inseln geplanten Lidl-Filialen beispielsweise nicht wie andernorts ihre Produkte zu über 50% in den Kisten zum Verkauf anbieten, in denen sie während des Transports verpackt waren. Auch muss die Produktpalette mehr als 1.000 Stück umfassen – darunter auch kanarische Produkte – und bestimmte Abteilungen müssen von Personal betreut werden.
Scheinbar hat sich Lidl mit dieser und weiteren Einschränkungen ihrer sonstigen Verkaufspraxis einverstanden erklärt und wird nun mehrere Filialen auf den Inseln eröffnen dürfen.
Auf Teneriffa soll angeblich bereits auf vier Grundstücken gebaut werden: In Los Majuelos bei La Laguna, in La Orotava, in Granadilla und in Adeje. Spätestens Ende kommenden Jahres soll eröffnet werden. Kanarenweit sind bislang insgesamt zehn Lidl-Filialen geplant.
Für alle liegen nach Angaben der Geschäftsleitung bereits die notwendigen Eröffnungsgenehmigungen vor. Trotzdem sorgte die Eröffnungsankündigung auf politischer Ebene erneut für lauten Protest.
Mitte August beschuldigte die sozialdemokratische Fraktion in La Laguna den kanarischen Handels-Generaldirektor Arturo Cabrera das deutsche Handelsunternehmen „bevorzugt“ zu behandeln, einen Vorwurf, den dieser entschieden zurückweist. „Wer etwas zu beschuldigen hat, der sollte dies vor Gericht machen“, meinte Cabrera wörtlich und versicherte, die Regionalregierung werde mit wachsamem Auge dafür sorgen, dass sich Lidl auch an die „an die Eröffnungsgenehmigung geknüpften Bedingungen“ hält.






Leserbriefe zu Artikel Lidl wird vier Supermärkte auf Teneriffa eröffnen

05.09.2008 - Hans Vortkamp, Los Realejos
Ein Jahr Zeit für neue Preisgestaltung
Kann mir gut vorstellen, dass bei den in letzter Zeit spürbar angezogenen Preisen auf den kanarischen Inseln nicht nur deutsche Touristen und Langzeiturlauber in die neuen Märkte strömen. Auch die vielen anderen Inselbewohner können rechnen. Jetzt haben SPAR und wie sie alle heißen ein Jahr Zeit, ihre Preisgestaltung zu überdenken.

27.08.2008 - monika gradel, 96123 litzendorf
Lebensmittel aus aller Welt
Es ist doch nichts aussergewöhnliches, dass man aus aller Welt Lebensmittel kaufen kann. Es gibt typisch "spanische-ware-läden", asiatische-läden, warum auch nicht typisch deutsche läden? Noch dazu werden ja dann wohl nicht nur deutsche Lebensmittel bei lidl auf den Kanaren verkauft werden. Selbst in Deutschland werden ja zb. bei aldi, norma usw. spanische wochen angeboten. Die Zukunft ist nicht aufzuhalten!!!

25.08.2008 - Hans-Joachim Pust, Costa del Silencio
Lidl Märkte
Mit Freuden nehme ich es auf, daß jetzt endlich Lidl Märkte nach Teneriffa kommen. Was auf dem Festland und den Balearen schon Gang und Gebe ist, warum soll es auf den Kanaren nicht sein. In den Nettomärkten kann man nicht mehr einkaufen, denn sie sind Apotheken, deren Produkte total überteuert (Obst und Gemüse) sind, obwohl dieses vor der Haustür wächst. Denn Konkurenz belebt die Wirtschaft. MfG Hans-Joachim Pust, Costa del Silencio

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