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Ausgabe Nr. 74 vom 5. - 18. November 2008
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Cabildo setzt Projekt zur Wassergewinnung aus Nebel um

Den Nebel melken

Die Inselverwaltung von Teneriffa beteiligt sich an einem Projekt zur Süßwassergewinnung aus Nebel im Naturpark Teno. In Zusammenarbeit mit der Universitätsprofessorin María Victoria Marzol wurden sogenannte „Nebelfänger“ an ausgewählten Stellen angebracht.

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Galerie© Cab TF
24.08.2008 - Teneriffa - Zunächst war durch längere Beobachtungen des Wetters festgestellt worden, welche Zonen dafür besonders geeignet sind. Bei den „Nebelfängern“ handelt es sich um recht einfache Konstruktionen – ein zwischen zwei Pfosten gespanntes dichtes Plastiknetz, über das das Kondenswasser des Nebels aufgenommen wird. In bewaldeten Gebieten ist dieser Prozess ganz normal und das Wasser tropft von den Blättern der Bäume. In Auf-fors­tungsgebieten müssen diese Bäume aber erst wachsen; in Teno werden die jungen Pflanzen mit dem von „Nebelfängern“ gewonnenen Wasser bewässert. Außerdem wird das aus dem Nebel gemolkene Wasser auch für die Auffüllung der Brandschutz-Wasserreservoirs, für die Bewässerung der Landwirtschaft und für Vogeltränken genutzt, teilt das Cabildo mit.
Jetzt ist die beste Jahreszeit um Nebelfelder zu „melken“, denn in den Sommermonaten begünstigt der Passat im Norden der Insel die Nebelbildung. In Teno Alto wurden im Juli dank der „Nebelfänger“ 259 Liter pro Quadratmeter gemessen.






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