Im Natur- und Völkerkundemuseum in Santa Cruz wurde jetzt die erweiterte Ausstellung „Mundo Funerario“ eröffnet. Nach über vier Jahren Wartezeit und dank der Investition von 300.000 Euro können dort nun endlich die beiden Guanchen-Mumien betrachtet werden, um deren Rückkehr aus Südamerika sich die Inselregierung so lange bemüht hatte.
24.02.2008 - Teneriffa - Die Mumien, die im 19. Jahrhundert auf Umwegen nach Argentinien gelangten, waren 2003 durch eine beispielhafte Geste der dortigen Regierung auf die Insel zurückgekehrt.
Cabildo-Präsident Ricardo Melchior eröffnete die Ausstellung und versicherte, dass er sich auch weiterhin um die Rückgabe der im staatlichen Anthropologiemuseum in Ma-drid ausgestellten Guanchen-Mumie bemühen werde, um die Sammlung des hiesigen Museums zu bereichern und für die Konservierung dieser bedeutenden Reliquien zu sorgen. Sogar im Senat sei mit großer Mehrheit für die Rückgabe gestimmt worden, stellte er fest.
Die Ureinwohner der Kanaren glaubten, ebenso wie die alten Ägypter, an die Unsterblichkeit und Teil ihres Totenkultes war auch die Einbalsamierung und Mumifizierung. Im „Museo de la Naturaleza y el Hombre“ ist dem Begräbniskult der Guanchen ein eigener Bereich eingeräumt worden. Die auf das Jahr 830 n. Chr. datierten Guanchen-Mumien sind in Hightech-Glasvitrinen ausgestellt, die eine optimale Konservierung gewährleisten.