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Ausgabe Nr. 71 vom 17. September - 7. Oktober 2008
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Leserbriefe > Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht!

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Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht!



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05.06.2008 - - Auch bei uns leben sogenannte Tierfreunde. Vielleicht meinen sie es tatsächlich gut, wenn sie an unendlich vielen Stellen, auf Bürgersteigen, in Einfahrten usw. Katzen füttern. Genauso häufig wie gefüttert wurde (und auch immer noch wird) erklärten Anwohner wie sehr das auf den Boden ausgestreute Futter (nass & trocken) stört, schlimmer noch - dadurch dass das Futter den ganzen Tag dort liegen bleibt, werden immer noch mehr Katzen angelockt, aber leider auch z. B. Ratten. Ich rede nicht davon, dass es sich hier um eine Ein-öde handelt, es ist ein reines Wohngebiet und beinahe alle Katzen die sich hier draußen aufhalten sind sogenannte Freigänger, also Katzen die ein Zuhause haben, die auch dort ihr Futter bekommen. Auch mein kleines Katzenkind war so eine Katze, sie ging immer mal wieder gerne in der Nachbarschaft spazieren, noch häufiger allerdings war sie aber zu Hause. Bereits als ganz kleine Katze wurde sie leider ständig von einer dieser selbsternannten Katzenfreundinnen kurzerhand unter den Arm geklemmt und an eine der vielen Futterstellen mitgeschleppt. Ich weiß nicht wie oft ich dieser Frau gesagt habe, dass sie dies unterlassen muss, dass mein Clärchen bei mir alles bekommt was sie braucht und haben möchte und meist noch mehr. Einer Katze kann man nicht erklären, dass sie auf der Straße nichts fressen darf, Menschen sollten aber eigentlich soviel Verstand haben um zu wissen, was nötig ist und was nicht. Seit zwei Wochen kann ich meinem Katzenkind gar nichts mehr geben, Clarabella ist vor zwei Wochen – trotz aller erdenklichen ärztlichen Bemühungen – qualvoll gestorben. Durch diese übermäßige Fütterung haben die „Katzenprobleme“ inkl. Rattenvorkommen ständig zugenommen. Es wurde unter anderem versucht, durch Verstreuen von Gift gegen die auftretenden Ratten vorzugehen; mit dem zweifelhaften Erfolg, dass mindestens vier Katzen durch Gift umgebracht worden sind. Es gibt hier in Romantica II so viele Stellen an denen man Katzen füttern könnte, wenn man der Meinung ist, dass dies notwendig wäre. Es gibt unter anderem einen großen Parkplatz – dort wurden früher Katzen gefüttert die tatsächlich auf der Straße lebten – dort würde sich niemand gestört fühlen, dort würden die paar Katzen auch tatsächlich niemanden stören, aber dort würden ja auch diese sogenannten Katzenfreunde nicht gesehen werden, dort könnten sie ja nicht öffentlich zeigen wie toll sie doch sind, wie sehr sie sich doch um diese Katzen kümmern. Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Wäre nicht ständig auf dem Bürgersteig viel zu viel Futter verteilt worden, dann hätte man keine Ratten angelockt und dann hätten auch kein Tiere vergiftet werden müssen. Sicher, ich hätte meine Katze in meinem Appartement einsperren können, sie hätte (nach Meinung von anderen) keinen Freigang haben müssen; ich habe gesehen wie glücklich sie war, wenn sie selber wählen konnte wo sie sich aufhalten wollte, leider durfte mein kleines Clärchen nur 347 Tage hier bei mir glücklich sein.

Barbara Ullrich
Los Realejos









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