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Ausgabe Nr. 77 vom 17. Dezember 2008 - 6. Januar 2009
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Panorama > Frontex wird auch 2007 eine Aktion auf den Kanaren durchführen

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Der Archipel gilt weiterhin als „kritisches Gebiet für die illegale Zuwanderung“

Frontex wird auch 2007 eine Aktion auf den Kanaren durchführen

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex wird auch im kommenden Jahr Aktionen in kanarischen Gewässern durchführen, um die illegale Zuwanderung aus Afrika zu verhindern.



10.12.2006 - Kanarische Inseln - Brüssel - Diese neue europäische Mission auf dem Archipel bzw. zwischen den Kanaren und Westafrika wurde Ende November in Brüssel von Frontex-Geschäftsführer Ilkka Laitinen bestätigt. Der finnische Leiter der EU-Grenzschutzagentur räumte zwar ein, dass eine neue Mission angesichts der beruhigten Lage nicht dringlich sei, die Kanarischen Inseln jedoch weiterhin eines der kritischen Gebiete der EU seien, was die illegale Zuwanderung aus Afrika angeht, weshalb in der Region auch in 2007 Operationen koordiniert werden müssen. Über die Mittel, die Frontex für diese Mission zur Verfügung haben wird, konnte Laitinen noch nichts sagen, ebenso wenig, wann sie starten wird. Er versicherte allerdings, dass die Frontex-Grenzschützer vor Beginn der Sommerzeit, während der erfahrungsgemäß die meisten Flüchtlingsboote auf die Kanaren kommen, vor Ort im Einsatz sein werden.

Weniger Cayucos

Knapp 30.000 illegale Immigranten aus Afrika sind seit Jahresbeginn auf den Kanarischen Inseln angekommen. Seit die EU-Grenzschützer über Frontex zwischen der afrikanischen und kanarischen Küste patrouillieren ist die Zahl der Cayucos und Pateras, der Boote mit denen die Flüchtlinge auf den Archipel gelangen stark zurückgegangen. Während im August und September noch 87 resp. 109 Boote gezählt wurden, kamen in den Monaten Oktober und November jeweils knapp 45 Boote an.
Zwischen 2.000 und 8.000 Bootsflüchtlinge erreichten im Sommer jeden Monat die Inseln. Im Herbst und mit Hilfe von Frontex ist diese Zahl auf etwas über 1.000 zurückgegangen.
Da die Kontrollen an bestimmten Punkten der kanarischen Küste besonders verschärft worden sind, haben die Mafias ihre Routen geändert. Nachdem die Flüchtlingsboote eine Zeit lang vermehrt auf Teneriffa, La Gomera und El Hierro angekommen sind, registrierte Lanzarote in den letzten Wochen wieder mehr Boote.








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