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Ausgabe Nr. 68 vom 6. - 19. August 2008
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Umwelt > 42% der Kanaren durch Verkarstung gefährdet

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Ein Regierungsplan soll der Erosion auf den Inseln entgegenwirken

42% der Kanaren durch Verkarstung gefährdet

Etwa 329.000 Hektar bzw. 43% der Gesamtoberfläche der Kanarischen Inseln weisen bereits erste Anzeichen von Verkarstung auf. Besonders schwer von Erosion durch Regen und Wind betroffen sind die Inseln Fuerteventura und Gran Canaria. Jährlich verlieren die Kanaren durch diesen Verwüstungsprozess zwölf Hektar Land.

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Fuerteventura ist kanarenweit die am meisten von der Verkarstung bedrohte Insel.
Galerie© Gob.Can.
Fuerteventura ist kanarenweit die am meisten von der Verkarstung bedrohte Insel.
24.08.2007 - Kanarische Inseln - Das sind die Hauptschlussfolgerungen, zu denen das kanarische Ministerium für Umwelt und Landschaftsordnung im Rahmen einer Untersuchung über Desertifikation auf dem Archipel gelangt ist. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen jetzt als Grundlage für die Ausarbeitung eines Regierungsplans gegen Verkarstung auf den Inseln dienen.
Grundsätzlich wurde im Rahmen der Untersuchung festgestellt, dass alle Kanareninseln bis auf La Palma ein hohes Verwüstungsrisiko aufweisen. Dabei belegt Fuerteventura mit 59,4% bereits von der Erosion betroffenem Gelände kanarenweit den ersten Platz, allerdings dicht gefolgt von Gran Canaria, wo bereits auf 56,7% der Oberfläche deutliche Anzeichen festgestellt wurden. An dritter Stelle der meistbetroffenen Inseln liegt mit 47,1% La Gomera, gefolgt von Teneriffa (41,9%), Lanzarote (30,6%), El Hierro (15,8%) und La Palma (8%).
Neben den zahlreichen vom Menschen bewirkten Gründen für die Verkarstung kommen auf den Kanaren auch natürliche Ursachen hinzu wie die zunehmende Versalzung des Bodens, von der bereits etwa 21% der Oberfläche der Kanaren betroffen sind, 85% davon auf den östlichen Inseln.
Das wird einerseits durch die wegen der Ozeannähe salzhaltigen Winde bewirkt, aber auch durch die Veränderung uralter geologischer Materialien, die jetzt beginnen, große Mengen an Salzen freizusetzen. Weitere Gründe sind jedoch auch die Bewässerung von Landwirtschaftsflächen mit minderwertigem Wasser, die maßlose Nutzung nichtorganischen Düngers und die zunehmende Aufgabe der landwirtschaftlich genutzten Fläche bzw. der traditionellen Landwirtschaft.
Im Rahmen des Regierungsplans zur Bekämpfung der Desertifikation sollen die am meisten gefährdeten Gebiete auf den Inseln erfasst und spezifische Gegenmaßnahmen ausgearbeitet werden.






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