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Ausgabe Nr. 74 vom 5. - 18. November 2008
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Die zu erwartenden hohen Temperaturen machen Waldbrände wahrscheinlicher

Regierung befürchtet feuergefährlichen Sommer

Die kanarische Regierung erwartet den Worten des Sicherheitschefs José Andrés García de las Casas zufolge einen „schwierigen Sommer“, was die Waldbrandgefahr betrifft. Nach einem Treffen der Vertreter des Umweltamtes und der Cabildos von Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro waren sich alle einig, dass der Sommer 2007 vermutlich äußerst feuergefährlich werden wird.



Galerie© EFE
22.07.2007 - Kanarische Inseln - Trotzdem sind die Mittel, die für die Feuerbekämpfung in dieser Kampagne zur Verfügung stehen, mehr oder weniger dieselben wie im letzten Jahr.
Der Alarmzustand wird – abhängig von den Wetterverhältnissen – Mitte bis Ende Oktober aufgehoben werden, teilte García de las Casas mit.

Grillen trotzdem erlaubt

Trotz des hohen Waldbrandrisikos wird – zumindest vorerst – das Grillen in den Sommermonaten an den dafür vorgesehenen Plätzen nicht verboten werden. Dennoch sind alle Grillfreunde dazu aufgerufen, äußerste Vorsicht bei den Feuerstellen walten zu lassen. Bei starkem Wind, sehr niedriger Luftfeuchtigkeit oder Temperaturen über 30° C sollten Naturfreunde selbstverständlich auf das Grillen in den Wäldern verzichten.
Im Sommer 2005 hatte die Regierung das Grillen per Dekret verboten. Im vergangenen Jahr wurde dieses Verbot jedoch wieder aufgehoben.

Umweltschützer üben Kritik

Mehr Investition in Löscharbeiten als in vorbeugende Maßnahmen

Der Umweltschutzverband Ecologistas en Acción hat kritisiert, dass sich die staatlichen Investitionen und auch die der autonomen Regionen stärker auf die Löscharbeiten als auf die Vorbeugung von Waldbränden konzentrieren. Auf den Kanarischen Inseln werden nach Auskunft der Umweltschützer 270% mehr in personelle und materielle Mittel zur Feuerbekämpfung investiert als in vorbeugende Maßnahmen.
Nach Ansicht von Ecologistas en Acción sollten in erster Linie verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, damit es erst gar nicht zu Waldbränden kommen kann. Als wirksamstes Mittel sehen die Umweltschützer ein generelles Feuerverbot während der Sommermonate. Dieses Verbot müsse das Grillen an offenen Feuerstellen ebenso umfassen wie das Verbrennen von Abfällen aus der Landwirtschaft und das Abbrennen von Feuerwerk. Eine weitere notwendige Maßnahme sei ein Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge auf Forstwegen.








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