Tausende Kinder bejubelten die Weisen aus dem Morgenland auch auf den Kanaren, die per Schiff und Hubschrauber ankamen
Großer Empfang der Heiligen Drei Könige allerorts in Spanien
Das Dreikönigsfest hat für spanische Kinder eine besondere Bedeutung. Denn es sind hierzulande die Heiligen Drei Könige, die am 6. Januar die Geschenke bringen. Am 5. Januar treffen Ihre Majestäten nacheinander in allen spanischen Städten ein, um die Kinder zu begrüßen und bei teils spektakulären Umzügen tonnenweise Bonbons in die Menge zu schleudern.
Am 5. Januar schlugen Kinderherzen höher, als die „Reyes Magos“ auf den Inseln ankamen. Im Hafen von Las Palmas wurden sie ebenso herzlich empfangen ...
13.01.2008 - Kanarische Inseln - In Madrid hat der traditionelle Dreikönigszug mittlerweile durch die Teilnahme zahlreicher Figuren aus Disney- und anderen Kinderfilmen fast mehr Ähnlichkeit mit einem Karnevalszug, doch die unbestrittenen Stars des Abends sind und bleiben dennoch die „Reyes“. Zwar kommen sie nicht mehr auf echten Kamelen, sondern auf grell beleuchteten Festwagen daher, doch das mindert nicht im Geringsten die Begeisterung der Menge. Auf den Kanaren geht es vielerorts noch traditioneller zu. In La Orotava auf Teneriffa kamen die Könige vielleicht etwas unspektakulärer aber dafür so, wie sie es auch in Kinderträumen tun, auf Kamelen in die Stadt geritten. In den beiden Provinzhauptstädten Santa Cruz und Las Palmas schreibt es der Brauch vor, dass die Könige per Hubschrauber bzw. Schiff eintreffen. Am Nachmittag kamen die „Reyes“ im Hafen von Las Palmas an, wo ihnen Bürgermeister Saavedra den symbolischen Schlüssel der Stadt überreichte. Am frühen Abend flog ein Hubschrauber die drei Weisen aus dem Morgenland ins Fußballstadtion von Santa Cruz, das in diesem Fall ausverkauft war. Den Kindern standen Freude und Aufregung ins Gesicht geschrieben, und diejenigen die gar einen persönlichen Gruß von Caspar, Melchior oder Balthasar ergatterten, werden diese Begegnung bestimmt nie vergessen. Buhrufe und verängstigte Gesichter gab es nur beim Anblick des mit Holzkohle gefüllten Lastwagens für „böse“ Kinder, den die Könige neben vielen Geschenken ebenfalls mitgebracht hatten. Nach einem großen Feuerwerk zum Abschluss des Abends machten sich alle auf den Heimweg, um möglichst früh zu Bett zu gehen, damit die „Reyes“ Zeit haben, die Geschenke abzuliefern. Zuhause wurde noch schnell Futter und Wasser für die Kamele, drei Gläschen Wein und einen kleinen Imbiss für die Könige vor die Tür gestellt, damit sie sich nach den Anstrengungen des Tages stärken können. Am Morgen des 6. Januars waren Jung und Alt schon früh auf den Beinen, doch Holzkohle bekam bestimmt kaum einer. Auch in den nationalen TV-Nachrichten wurde über viele erfüllte Wünsche und glückliche Kinder berichtet. Die Heiligen Drei Könige besuchen übrigens auch jedes Jahr die Kinderstationen der Krankenhäuser, um den kleinen Patienten ihre Geschenke persönlich zu überreichen.