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Ausgabe Nr. 74 vom 5. - 18. November 2008
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Gesundheit > Masern und Windpocken auf dem Vormarsch

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Rechtzeitige Impfung gilt als bester Schutz

Masern und Windpocken auf dem Vormarsch

Das epidemiologische Amt des öffentlichen Gesundheitswesens auf den Kanaren hat einen Anstieg der Masern-Fälle festgestellt. Die Leiterin des Amtes, Petra Matute, teilte mit, dass in diesem Jahr bislang bereits 15 Fälle registriert wurden, während im selben Zeitraum 2005 noch kein einziger bekannt war.



Obwohl es noch keine Pflichtimpfung ist und somit von der Krankenkasse nicht übernommen wird, empfehlen Kinderärzte die Impfung gegen Windpocken, die parallel zur ersten MMR-Impfung erfolgen kann.
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Obwohl es noch keine Pflichtimpfung ist und somit von der Krankenkasse nicht übernommen wird, empfehlen Kinderärzte die Impfung gegen Windpocken, die parallel zur ersten MMR-Impfung erfolgen kann.
12.08.2006 - Kanarische Inseln - Das Amt für Epidemiologie verfolgt diese Entwicklung wachsam, zumal auch Spanienweit ein Anstieg der Masern-Erkrankungen festgestellt worden ist – während im gesamten Jahr 2005 nur 10 Fälle registriert wurden, waren es in 2006 bislang bereits 207. Wie Matute weiter erklärte, wurde bereits Anfang letzten Jahres ein vermehrtes Auftreten von Masern-Erkrankungen festgestellt, was auf ein Einschleppen der Krankheit aus Europa zurückgeführt wird. Besonders gefährdet sind ungeimpfte Kinder – die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR-Imfpung) wird erst im Alter von 15 Monaten verabreicht – und Personen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren, da zu deren Kindheitszeit diese Impfung noch keine Pflicht war. Um den Schutz der kanarischen Kinder gegen Masern zu verbessern, hat die Regionalregierung den Impfkalender dahingehend geändert, dass die zweite Dosis der MMR-Imfpung bereits im Alter von drei und nicht wie bisher vier Jahren verabreicht wird.

Windpocken am häufigsten

Windpocken ist die häufigste ansteckende Virus-Erkrankung auf dem Archipel.  In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 1.322 Fälle von Windpocken registriert, meldet das epidemiologische Amt. „Es treten immer häufiger Windpocken auf“, bestätigt Luis Ortigosa, Kinderarzt im Krankenhaus Nuestra Señora de Candelaria auf Teneriffa. Der Experte erinnerte an die jahrelange Forderung der Ärzte, die von der Regionalregierung verlangen, dass die Impfung gegen Windpocken in den Impfkalender aufgenommen und somit zur Pflicht gemacht wird. „Wir empfehlen eine Impfung im Alter von 15 Monaten, zusammen mit der MMR-Imfpung“, erklärt Ortigosa, der anmerkt, dass es in den USA seit September 2005 eine Vierfachimpfung gegen Windpocken, Masern, Mumps und Röteln gibt. Dort ist die Impfung gegen Windpocken für Schulkinder Pflicht.
„Das Varizella-Zoster-Virus ist längst nicht so harmlos wie viele Menschen annehmen“, unterstreicht Ortigosa. Es können Komplikationen wie Lungenentzündung und Meningitis auftreten. Daher sei eine Impfung höchst empfehlenswert.
Auch die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt eine Impfung.








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