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Ausgabe Nr. 77 vom 17. Dezember 2008 - 6. Januar 2009
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Gesundheit > Keine Herztransplantationen auf den Kanaren

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Obwohl die Uni-Klinik die Infrastruktur und die Fachmediziner dafür hat

Keine Herztransplantationen auf den Kanaren

Trotz der weiten Entfernung vom spanischen Festland und der Tatsache, dass die kanarische Region Spanienweit an dritter Stelle liegt was Organspenden betrifft, gibt es bislang kein Zentrum für Herzverpflanzungen auf dem Archipel.

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Die Uni-Klinik von La Laguna gehört zu den Pioniereinrichtungen auf dem Gebiet der Nierentransplantation.
Galerie© Moisés Pérez
Die Uni-Klinik von La Laguna gehört zu den Pioniereinrichtungen auf dem Gebiet der Nierentransplantation.
25.06.2006 - Kanarische Inseln - Nach einer Sitzung der Inselregierung wurde Cabildopräsident Ricardo Melchior jetzt beauftragt, bei der kanarischen Regierung die Möglichkeit abzuklären, ob in der Universitätsklinik La Laguna kurzfristig eine entsprechende Abteilung eingerichtet werden könnte.
Die Infrastruktur und das medizinische Personal stehen dort nach seiner Meinung bereits zur Verfügung. Er erinnerte daran, dass die Spendenbereitschaft der Canarios besonders groß ist, und Spenderorgane möglichst an Ort und Stelle transplantiert und keinen langwierigen Transporten ausgesetzt werden sollten. Außerdem wies er darauf hin, dass die Uni-Klinik von La Laguna zu den Pioniereinrichtungen auf dem Gebiet der Nierentransplantation gehört.
Der Chefarzt für Hämodynamik und kardiologische Chirurgie der Klinik, Francisco Bosa, erklärte seinerseits, dass jährlich bis zu zwanzig Herztransplantationen durchgeführt werden könnten.
Ein weiterer Grund für die Forderung nach einer derartigen Abteilung ist die Tatsache, dass Patienten, die eine Transplantation benötigen, auf das Festland geschickt werden und dort möglicherweise Monate verbringen müssen, bis sie operiert werden können. Auf der anderen Seite stehen der Klinik hin und wieder Spenderherzen zur Verfügung, die nicht an Zentren auf dem Festland weitergeleitet werden können, weil der Transportweg zu lang ist, um dort noch brauchbar zu sein. Dabei werden jährlich rund 15 Personen von den Kanaren auf die Warteliste gesetzt, weil sie ein „neues“ Herz benötigen und andere, für die die Zeit nicht mehr reicht.

Eine Frage des guten Willens

Es seien also nur etwas guter Wille und einige finanzielle Anstrengungen erforderlich um etwa bis Ende dieses Jahres die erste Herzverpflanzung durchzuführen. Eingearbeitete Operationsteams mit langjähriger Erfahrung in der Nierentransplantation stehen bereit.
Nach Auskunft der Nationalen Organisation für Transplantationen sind noch weitere fünf Regionen in der gleichen Situation wie die Kanarischen Inseln: die Balearen, Castillo-La Mancha, Extremadura, La Rioja und das Baskenland. Doch keine von ihnen ist mehrere Flugstunden entfernt.








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