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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Während Vizeregierungschef Soria für den Abriss plädiert, setzt Ashotel auf die Modernisierung

Debatte um die Zukunft veralteter Hotels

Im Rahmen der Debatte um eine mögliche grundsätzliche Reform des 2003 verabschiedeten Tourismus-Moratoriums hat der kanarische Vizeregierungschef und Minister für Wirtschaft und Finanzen, José Manuel Soria, jetzt klar Stellung bezogen. Zumindest im Hinblick auf die zahlreichen veralteten Hotel- und Appartmentanlagen, deren teils erschre­ckend heruntergekommener Zustand immer wieder für heftige Debatten sorgt.

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In Puerto de la Cruz, Teneriffas erstem Urlaubsort, sind heute viele Hotelanlagen aus den 70er Jahren veraltet.
Galerie© WB
In Puerto de la Cruz, Teneriffas erstem Urlaubsort, sind heute viele Hotelanlagen aus den 70er Jahren veraltet.
14.04.2008 - Kanarische Inseln - Für Soria jedenfalls liegt die Lösung im Abriss der veralteten Häuser und Infrastrukturen und dem Bau neuer, moderner und vor allem „qualitativ hochwertiger“ Anlagen. Nur so könnten die Kanaren im internationalen Wettbewerb als attraktives Urlaubsziel bestehen.
Dass das Moratorium einer dringenden Revision bedarf, daran besteht kein Zweifel. Denn trotz des verhängten Baustopps für neue Urlaubsanlagen sind in den vergangenen fünf Jahren 50.000 neue Hotelbetten entstanden – dank zahlreicher Schlupflöcher, die die bisherige Normative bot.
Ob Soria mit seinem Ansinnen, zumindest einen Teil des Problems durch den Abriss der alten Touristik-Anlagen zu beheben, auf Zustimmung treffen wird, bleibt abzuwarten.
Ashotel, der Hotelierverband der Provinz Teneriffa, hält jedenfalls nicht viel von dem Vorschlag. In vereinzelten Fällen könnte ein Abriss zwar durchaus ratsam sein, so ein Verbandssprecher. Der Abriss sämtlicher obsoleter Anlagen sei jedoch nicht nur viel zu teuer, sondern auch unsinnig. Viel besser wäre hingegen eine Komplettrenovierung und -modernisierung der betreffenden Hotels sowie die Erweiterung ihres Angebots, beispielsweise um einen Spa-Bereich.






Leserbriefe zu Artikel Debatte um die Zukunft veralteter Hotels

29.04.2008 - Manuela Seeger, Costa Calma
Zukunft ?
Die Zukunft speziell von Fuerteventura scheint angesichts der Entwicklung in den vergangenen Jahren sehr sehr fragwürdig ! Ich lebe seit 5 Jahren auf der Insel und erlebe seit dem einen stetigen Niedergang aller Dinge die mit dem Tourismus zu tun haben und ein stetiges Aufblühen aller Dinge die NICHTS mit dem Tourismus zu tun haben. gerade die Gemeinde Pajara sorgt seit Jahren dafür das sämtliche (EU) Fördergelder in Projekte fliessen die weitab des Tourismus liegen - siehe Verschönerung von Gran Tarajal, Verschönerung der Häfen im Süden der Insel, Autobahn etc etc) Alles was mit Tourismus zu tun hat wird von Seiten der Verwaltung gezielt boykottiert oder bewusst in die Hände Einheimischer gelegt die mit der gleichen Mentalität wie die Hotels geführt werden auch glauben andere touristische Angebote abhandel und abkassieren zu können. Ich arbeite selbst im Tourismus und erlebe sehr deutlich wie sehr dafür gesorgt wird das sich niemand von ausserhalb hier wohl fühlt oder Fuss fassen kann u will - das betrifft nicht nur Deutsche Residenten sondern auch Festlandspanier etc etc. Alle Fremden sind nach dem verständniss der Majoreros gut dafür ihnen die Kohle abzunhemen und dann sollen sie schnell wieder verschwinden ... schade um die Insel !!! Vielleicht, wenn in 10 Jahren eine bestimmte Generation Einheimischer nicht mehr ist, gibt es eine neue Chance ?! Wir hoffen alle drauf - im Sinne dere die hier leben und im Sinne aller Touristen die gerne her kommen würden wenn es Gründe gäbe her zu kommen ! Zur Zeit gibt es mehr Gründe NICHT her zu kommen - LEIDER !!!

25.04.2008 - Herbert Dudichum, Hamburg
Erweitern um neue Bereiche ?
Irgendwie frage ich mich ja schon, was die Erweiterung der alten Hotels um solche Dinge wie einen Spa-Bereich bringen soll ?! Schliesslich haben die Damen und Herren Hoteliers es ja nicht mal geschafft, einige Zimmer und Aussenanlagen in Schuss zu halten. Angesichts des heruntergekommenen Zustandes der meisten Hotelanlagen (Schimmelbefall, Stolperfallen, elektrische Anlagen etc) habe ich ernsthafte Bedenken, solchen Geschäftemachern auch noch die Einrichtung von gesundheitlich sensiblen Bereichen wie Spas nahezulegen. Gerade als Stammgast auf den Inseln fragt man sich schon, welche andere Intention als die Abzocke von doofen Touristen solche Hoteliers grundsätzlich haben. Mit Gastgeberqualitäten haben die allermeisten Hotelanlagen auf den Kanaren nichts zu tun: pampiges, desinteressiertes Personal, unhöfliche Taxifahrer, fehlen jedweder Fremdsprachenkenntnisse und ein Bauzustand (sic.) der durchweg gesundheitsgefährdend ist. Mit südländischer Gastfreundschaft haben die Vehältnisse auf den Kanaren nichts zu tun... erstmal sollten Sie die Einwohner ihre Arroganz abgewöhnen und sich darauf besinnen, wer eigentlich diese Inseln am Leben erhält: wir Touristen. Wenn sich nicht schnell und in jeder Hinsicht und nachhaltig etwas ändert werden die Kanaren noch weiter Boden verlieren.

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