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Ausgabe Nr. 75 vom 19. November - 2. Dezember 2008
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Mit dieser Maßnahme will die kanarische Regierung die überfüllten Heime entlasten

Minderjährige Flüchtlinge könnten bei Familien untergebracht werden

Kanarische Familien bzw. ausländische Residenten könnten schon bald minderjährige Flüchtlinge bei sich aufnehmen und so zur Entlastung der hoffnungslos überfüllten Heime für unbegleitete Kinder und Jugendliche, die auf illegalem Weg auf die Inseln gekommen sind, beitragen.

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24.08.2008 - Kanarische Inseln - So jedenfalls plant es die kanarische Regierung. Im September will sie den Vorschlag dem spanischen Arbeits- und Immigrationsminister Celestino Corbacho unterbreiten. Auf diesem Weg soll die hoffnungslose Überlastung eines Großteils der Heime, in denen die minderjährigen Immigranten auf den Inseln untergebracht sind, zumindest gemildert werden, hofft die kanarische Regierung.
Die Initiative, die Mitte August von der kanarischen Minis­terin für Soziales Inés Rojas vorgestellt wurde, ist Teil eines Maßnahmenpakets mit dem die Inseln der stetig steigenden Anzahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge gerecht werden wollen. Unter anderem wird dabei auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Minderjährigen wieder in ihre Heimat zurückzuschicken, die Kosten für ihre dortige Unterbringung in einem Heim sowie ihre Ausbildung und Sicherheit würden jedoch weiterhin von Spanien übernommen werden.
Einen ähnlichen Vorschlag hatte vor der Sommerpause bereits die konservative Opposition (PP) im Abgeordnetenkongress eingebracht. Demzufolge sollte Spanien in den Herkunftsländern Heime schaffen, in denen die minderjährigen Flüchtlinge untergebracht werden können. Die Kosten dafür sollte Spanien tragen.
Nach der derzeit in Spanien gültigen Gesetzeslage dürfen minderjährige Immigranten, die illegal und ohne eine erwachsene Begleitperson eingewandert sind, nur in ihre Heimat zurückgeschickt werden, wenn als bewiesen gilt, dass sie dort auch betreut werden. Im Klartext bedeutet das meist, ihre Familienangehörigen ausfindig machen zu müssen, was häufig schlichtweg unmöglich ist.






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