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GRÖSSE Der
kanarische Archipel besteht aus sieben Hauptinseln (Teneriffa, Gran Canaria, La
Palma, La Gomera, El Hierro, Fuerteventura und Lanzarote) sowie fünf
Nebeninseln: hier sind die beiden wichtigsten Lobos und La Graciosa. Die größten
Inseln sind Teneriffa mit 2.041 qkm und Fuerteventura mit 1.731 qkm. Trotz des
leicht irreführenden Namens "Die große Kanarische" ist Gran Canaria mit 1.532
qkm die drittgrößte Kanareninsel.
PROVINZEN Die Kanarischen Inseln
bilden zwei der insgesamt 52 spanischen Provinzen: die Provinz Las Palmas de
Gran Canaria mit den Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote, und die
Provinz Santa Cruz de Tenerife mit den Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und
El Hierro. Beide Provinzen bilden die Kanarische Region.
EINWOHNERZAHLEN Heute
leben auf den Kanaren knapp 2 Millionen Menschen. Teneriffa ist mit 852.945
gemeldeten Bewohnern die bevölkertste Kanareninsel, gefolgt von Gran Canaria mit
807.049 Einwohnern, Lanzarote (127.457), La Palma (86.062), Fuerteventura
(89.680), La Gomera (21.952) und El Hierro mit 10.688 Einwohnern.
Die Bevölkerungsdichte der Kanaren wird mit rund 219 Menschen pro qkm angegeben, ist jedoch auf den einzelnen Inseln sehr unterschiedlich. Auf Teneriffa und Gran Canaria leben mehr als die Hälfte aller Einwohner des Archipels. Las Palmas de Gran Canaria ist mit 377.056 Menschen die bevölkerungsreichste Stadt, gefolgt von Santa Cruz de Tenerife (223.148), San Cristóbal de La Laguna (142.161) und Telde (97.525). Quelle: Statistikamt INE. Stand: 01.01.2006.
POLITISCHE STRUKTUR In Spanien haben die einzelnen Regionen
ihre autonome Regierung. Ähnlich den Bundesländern in Deutschland wurden hier
weitgehend autonome Regierungsapparate (auf den Kanaren die Autonome Regierung
der Kanarischen Region) gebildet, die letztlich der zentralen Regierung in
Madrid unterstehen. Das Madrider Innenministerium ist auf den Kanarischen Inseln
durch je ein Gobierno Civil in Las Palmas und in Santa Cruz vertreten. Das
Gobierno Civil von Las Palmas ist die übergeordnete Instanz, der dortige
Zivilgouverneur ist gleichzeitig Regierungsdelegierter (von Madrid). Lokale
Verwaltungsbehörden sind die Cabildos. Jede Insel hat ihr eigenes Cabildo. Der
Zusammenschluss der Cabildos heisst Mancomunidad de
Cabildos.
DIE ELYSISCHEN
GEFILDE Geologisch gesehen sind die Inseln recht
jung. So werden beispielsweise die ältesten Teile Teneriffas (Anaga und Punta de
Teno) auf "nur" etwa 30 Millionen Jahre geschätzt. Dennoch haben sie eine
bewegte Vergangenheit hinter sich. In die Welt der Sage gingen sie ein als
die Elysischen Gefilde und als die Gärten der Hesperiden, wo der Baum mit den
goldenen Äpfeln wuchs, die ewige Jugend schenkten. Die seligen Eilande am Rande
der Welt regten die Phantasie der alten Seefahrervölker an. Damals glaubte die
Menschheit noch, dass die Erde hinter den Inseln aufhört und dass, wer
weitersegelte, von der Scheibe kippte. Der römische Schriftsteller Plinius
erwähnt die Inselgruppe ca. 40 v.Chr. Ihm zufolge sollen die Inseln von großen
Hunden bewacht gewesen sein, die dem Archipel seinen Namen gegeben haben sollen
(lat. canis = Hund). Plinius hielt die Inseln übrigens für die Reste des
legendären Kontinents Atlantis. Bei den Eroberungskämpfen, die die spanische
Krone gegen die Inseln führte, bewiesen die Ureinwohner, die Guanchen, großen
Mut und kämpferisches Geschick. Immerhin dauerte die Unterwerfung jeder Insel
mehrere Jahrzehnte - die Eroberungskämpfe um den Archipel wurden insgesamt von
1402 bis 1496 ausgetragen. Auf Teneriffa ließen sich die Statthalter in La
Laguna nieder, der früheren Hauptstadt der Insel. Santa Cruz war bereits beim
Einzug der spanischen Truppen am Strand von Añaza gegründet worden. Besonders
ist in der Inselgeschichte der Sieg über die englische Flotte unter Admiral
Nelson verzeichnet, der Teneriffa im Jahre 1797 für die englische Krone zu
erobern versuchte und in der Schlacht seinen rechten Arm verlor. In den alten
Chroniken heißt es, der Schuss, der dem Admiral den Arm abriss, sei aus der
legendären Kanone El Tigre abgefeuert worden. Die Kanone ist im Militärmuseum
von Santa Cruz ausgestellt.
DIE
GUANCHEN Guanchen werden allgemein die
Ureinwohner der Kanaren genannt, auch wenn dieser Name korrekt angewendet
eigentlich nur für die Ureinwohner von Teneriffa gelten dürfte. Das Wort Guanche
leitet sich nämlich aus der - bis auf einzelne Worte - verlorengegangenen
Sprache dieses Urvolkes ab und bedeutet "Mann aus Teneriffa". Der Name Teide
beispielsweise könnte mit "Weisser Berg" übersetzt werden. Anderen Theorien
zufolge leitet sich der Name von dem Wort Echeyde ab, und das wiederum bedeutet
Hölle. Auch dieser Name könnte seine volle Berechtigung haben: die Guanchen
müssen den Vulkan bei Eruptionen erlebt haben. Die Spuren der Guanchen zu
finden, wird nicht einfacher dadurch, daß es sich offensichtlich um Angehörige
von Berberstämmen gehandelt hat, die über einen langen Zeitraum hinweg die
Inseln besiedelten. So scheint festzustehen, dass die östlichen Inseln
wesentlich eher besiedelt waren als die westlichen, weil Fuerteventura und
Lanzarote dem afrikanischen Kontinent wesentlich näher liegen.
Radiokarbon-Analyen haben ergeben, dass beispielsweise Gran Canaria ca. 2000 v.
Chr. und Teneriffa erst 1000 bis 800 v. Chr. besiedelt wurden. Sie kamen mit
Binsenbooten, und nicht alle waren Berber (die kamen erst ab 1.500 v.
Chr.). Belegt ist, dass es sich in jedem Fall um gezielte Auswanderungen
gehandelt hat, denn sie brachten Saatgut und Vieh mit. Die Guanchen waren
Hirten und Fischer; sie ernährten sich hauptsächlich von Fleisch und betrieben
relativ wenig Ackerbau. Sie wussten bereits 820 v.Chr., wie man Feuer macht und
hatten - obwohl ein relativ primitives Volk - einen hochentwickelten Moralkodex.
Sie beherrschten die Kunst des Einbalsamierens. Guanchen-Mumien sind in den
Museen von Santa Cruz und Las Palmas sowie in Madrid zu sehen. Entgegen
früheren Mutmaßungen scheint heute erwiesen, dass die Ureinwohner auch auf den
Inseln sehr wohl Schiffe bauten, aus Binsen, aus denen sie ebenfalls Taschen,
Netze und sogar Kleidung fertigten. Für den Küstenverkehr hatten sie auch
Einbäume aus dem Stamm des Drachenbaums gefertigt, weil dieser – im botanischen
Sinne kein Baum, sondern ein Zwiebelgewächs – zwar eine sehr harte Rinde hat,
sein Inneres jedoch wenn nicht gar hohl, relativ weich, und damit leicht zu
bearbeiten ist. Die Pyramiden, rätselhafte Bauten auf Teneriffa und La Palma,
sind offensichtlich Kultstätten der Ureinwohner gewesen. Zumindest ist das die
Theorie, die unter anderem von dem berühmten Forscher Thor Heyerdahl vertreten
wird. Einer anderen Theorie zufolge handelte es sich um Bauten, die
astronomischen Zwecken gedient haben sollen. Ganz entschieden sind es jedoch in
keinem Fall "willkürlich aufgetürmte Steinhaufen", die zufällig entstanden sind
oder landwirtschaftlichen Zwecken gedient haben sollen, wie die Skeptiker noch
bis vor kurzem immer behaupteten. Eindeutig sind diese pyramidenförmigen Bauten
von großer Bedeutung für die ethnologische Forschung. Im übrigen ist
festgestellt worden, dass der Mythos vom großgewachsenen Guanchen absolut seine
Berechtigung hat. Der Guanchen-Mann maß im Durchschnitt 1,70 Meter, also rund 10
Zentimeter mehr als die spanischen Eroberer. Die Guanchen-Frauen waren im
Schnitt 1,57 Meter groß. Falsch ist offensichtlich die Überlieferung, dass
die Guanchen ein friedliches Volk gewesen sind, bis sie von den Spaniern aus
ihrem idyllischen Inselleben aufgeschreckt wurden. Die zahlreichen Verletzungen,
die an den aufgefundenen Schädeln festgestellt wurden, weisen darauf hin, dass
es ständig kriegerische Fehden zwischen den einzelnen Guanchen-Stämmen gegeben
haben muss.
WIRTSCHAFT Nach der Eroberung der Inseln wurde im 16. Jahrhundert zunächst
Zucker und dann Wein angebaut. Da die europäischen Märkte jedoch recht bald mit
Zucker förmlich überschwemmt waren, verlor er recht schnell an Bedeutung. Der
kanarische Malvasia- und Cariñena-Wein jedoch war 300 Jahre lang Haupterzeugnis
der hiesigen Wirtschaft. In Europa war er sehr beliebt und begehrt. Nachdem der
schwere Vulkanausbruch auf Teneriffa im Jahre 1706 den damaligen Haupthafen der
Insel, Garachico, in Schutt und Asche gelegt hatte, wurde Puerto de la Cruz
(damals noch Puerto de la Orotava) erstmals in der Welt bekannt als der Hafen,
von dem aus die kanarischen Weine nach Europa verschifft wurden. Im 19.
Jahrhundert gelangte die Cochinilla-Laus zu kurzer wirtschaftlicher Bedeutung.
Diese Laus ist ein Parasit der Kakteen; sie diente zur Gewinnung roten
Farbstoffes zum Einfärben von Stoffen, zur Herstellung von Lippenstiften etc.
Nachdem jedoch die Anilin-Farben entwickelt worden waren, wurde die Cochinilla
wirtschaftlich uninteressant. Heute wird sie – aufgrund der hervorragenden
Qualität des Farbstoffes – wieder verstärkt auf Lanzarote gezüchtet. Zu
Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die Banane auf den Kanarischen Inseln
eingeführt. Wirtschaftliche Bedeutung erlangte sie jedoch erst wesentlich
später. Heute steckt der kanarische Bananenanbau aufgrund der starken Konkurrenz
nichteuropäischer Bananenerzeuger, die billiger produzieren können, und aufgrund
der restriktiven Marktkontingente der EU in der Krise. Der Bananenanbau ist
heute auf den Inseln kein Geschäft mehr, und zahlreiche Plantagenbesitzer
verkaufen Land an Bauunternehmen, sodass die charakteristischen Bananenplantagen
immer mehr verschwinden. Haupterzeugnisse der kanarischen Landwirtschaft sind
heute ausser der Banane die Tomate, Kartoffel - und auch Schnittblumen (Rosen,
Nelken, Strelizien und Gladiolen), die auf die europäischen Märkte exportiert
werden. Seit einigen Jahren werden auch mit gutem Erfolg Ananas und Kiwis etc.
angebaut. Weiterer wichtiger Erwerbszweig der Inseln ist die Fischerei. Ganze
Ortschaften leben praktisch ausschliesslich davon.
GOFIO Das ist das typisch
kanarische geröstete Mehl, das aus Mais oder Weizen zubereitet wird. Die
Einheimischen geben es gern in die Suppe oder essen es pur - dann wird es zu
einem festen Teig verknetet.
FLORA
UND FAUNA Die Flora der Inseln ist für jeden
Besucher sehr beeindruckend. 670 endemische, also von den Inseln selbst
stammende Pflanzenarten, wie beispielsweise der Drachenbaum, wurden
katalogisiert. Hinzu kommt eine Vielfalt von einst "importierten" und inzwischen
längst hier heimisch gewordenen Pflanzen, wie beispielsweise die herrliche
Bougainvilla, die hier in allen Farben blüht und ursprünglich aus Südamerika
stammt. Logischerweise fehlt hier der Platz, um auf Einzelheiten einzugehen. Wer
etwas mehr über Blumen, Pflanzen und Bäume wissen möchte, der kauft sich am
besten ein Fachbuch, z.B. „Pflanzen auf Teneriffa“ von Hermann Schmidt (ein
fachlich fundierter und doch auch für den Laien gut verständlicher Führer) oder
das dreibändige Werk Gärten der Kanaren von David und Zoe Bramwell. Ebenfalls
auf deutsch Schönfelder: Kanarenflora (Kosmos). Auch von Flora exótica en las
Islas Canarias von Juan Alberto Rodríguez Pérez existiert eine deutsche
Ausgabe. Führungen: Teneriffa und die einheimische Pflanzenwelt kennenlernen
mit Dipl.-Biol. Cristóbal, Tel. 607 677 252. Die Fauna der Kanaren ist
reizvoll vor allem für Vogelfreunde und Insektenbeobachter. Auf den Inseln
gibt es keine "wilden" oder gefährlichen Tiere. In dieser Hinsicht ist der
Archipel wirklich ein kleines Paradies - und das ganz ohne Schlange. "Wilde"
Tiere in den Bergen sind Kaninchen und verwilderte Hunde oder Katzen. Auf
Teneriffa wurden vor Jahren Mufflons und auf La Palma Arruis eingeführt – beides
Bergziegenarten, die die Inseln zum interessanten Jagdgebiet machen sollten. In
Wahrheit fressen diese Tiere, die hier keine natürlichen Feinde haben und sich
stark vermehren, inzwischen aber die kostbare endemische Flora auf, so dass hier
ein ökologisches Problem "importiert" wurde.
FOLKLORE Die kanarische Folklore hat
nichts mit dem aufreizenden Flamenco Andalusiens gemein; vielmehr sind es eher
bäuerlich anmutende Tänze, die jedoch sehr viel Liebreiz in sich tragen.
Besonders erwähnenswert ist hier die Timple, eine Art Mini-Gitarre mit vier oder
zuweilen auch fünf Saiten, die Klang und Melodie der hiesigen Folklore
grundlegend bestimmt.
KRANKENSCHEINE Zwischen Spanien und
verschiedenen europäischen Ländern existieren Abkommen, nach denen Sie das Recht
haben, sich im Krankheitsfall hier auf Krankenschein behandeln zu lassen. Das
gilt für Deutschland, Österreich, Holland und für die Schweiz. Sie müssen
allerdings einen Nachweis erbringen, dass Sie in Ihrem Heimatland
krankenversichert sind. Nicht alle Leistungen, die in Ihrem Heimatland
bezahlt werden, fallen auch in Spanien unter die Leistungspflicht der
Sozialversicherung. Es ist also
ratsam, sich beim behandelnden Arzt bzw. in der Klinik zu
erkundigen.
LEIHWAGEN Wer die Inseln auf eigene
Faust erforschen möchte, der wird sich wahrscheinlich nach einem fahrbaren
Untersatz umsehen. Leihwagen können Sie in den "Rent-a-car"- Büros oder
eventuell direkt an Ihrer Hotelrezeption mieten - oder fragen Sie Ihre
Reiseleitung. Die Mietverträge werden generell mit unbegrenzter Kilometerzahl
und Vollkasko-Versicherungen abgeschlossen. Lesen Sie aber die
Versicherungsbedingungen genau: Oft haftet der Fahrzeugführer für kleinere
Schäden selbst. Grundsätzlich sind die Straßen auf den Inseln zwar
kurvenreich, aber in recht gutem Zustand. Aufpassen muss man jedoch, wenn man
sich auf eine Forstpiste begibt. Stellenweise sind diese Pisten nur mit einem
Jeep passierbar.
POSTTARIFE Inland Spanien: Briefe bis 20 g:
0,29 €, bis 50 g: 0,41 €, bis 100 g: 0,66 €, bis 200 g: 1,08 €, bis 350 g:1,91
€. Postkarten normal: 0,29 €, Postkarten Übergröße: 0,38 €. Europäische
Länder: Briefe bis 20 g: 0,57 €, bis 50 g: 1,26 €, bis 100 g: 1,67 €, bis
200 g: 3,38 €, bis 350 g: 6,32 €. Postkarten normal: 0,57 €, Postkarten Übergr.:
1,05 €. International: Briefe bis 20 g: 0,78 €, bis 50 g: 1,66 €, bis
100 g: 2,38 €, bis 200 g: 4,85 €, bis 350 g: 8,90 €. Postkarten normal: 0,78 €,
Postkarten Übergröße: 1,38 €. Post in Puerto de la Cruz: gegenüber vom
Busbahnhof; Postsparkasse bei Banco Argentaria, Plaza del Charco. Santa
Cruz: Post und Postsparkasse an der Plaza de España. Los Cristianos: oberhalb vom
Unelco-Büro, Avda. Penetración (hinter Mobiltankstelle rechts). Postsparkasse
gegenüber der Kirche. Playa de las Américas: Edificio Centro América und
Pueblo Canario.
TELEFON Gespräche mit den Lieben in
der Heimat sind von öffentlichen Fernsprechkabinen (Interurbana) kein Problem. Es gibt auch Telefonkarten zu kaufen. In den Zellen sind ausführliche Anweisungen in mehreren Sprachen angebracht,
denen Sie entnehmen können, wie ein Gespräch zustandekommt.
TYPISCHE REISEANDENKEN Jeder Urlauber wird sich gern ein schönes Andenken mit nach Hause
nehmen wollen. Typisch sind folgende Erzeugnisse für die
Inseln: Teneriffa: Durchbruchstickereien, Calados genannt, die in
Handarbeitsläden als Tischdecken, Sets, Läufer, Blusen usw. verkauft werden.
Solstickereien, hier Roseta genannt. Die "Spitzen aus Vilaflor", ähnlich den
venezianischen Spitzen. Keramik und Korbflechtarbeiten. La Palma:
Motivstickereien (Bordados). Korbflechterei, schwarze Keramik von
ausgezeichneter Qualität. Seidenweberei. La Gomera: "La Ristra"
(Flechtarbeiten aus Pflanzenfasern). Hier werden Figuren, Untersetzer, Körbe
usw. geflochten. Keramik aus Chipude. Webarbeiten. Gran Canaria:
Durchbruchstickereien, besonders berühmt aus dem Dorf Ingenio. Motivstickereien
aus Telde. Keramik. Lanzarote: Solstickereien und Korbflechterei aus
Stroh. Fuerteventura: Durchbruchstickereien.
El Hierro: Keramik Ebenso sind auch die
hiesigen Musikinstrumente beliebte und typische Reiseandenken, etwa die kleine
Timple-Gitarre.
Ein originelles Mitbringsel ist auch immer eine Flasche kanarischer Wein oder die leckere Mojo-Sauce. Fast jede Insel hat ihre Spezialitäten, die es auch zum Mitnehmen gibt. Ein tolle Auswahl von Mojo-Saucen, Chutneys, Marmeladen und ähnlichen Produkten finden Sie auf Teneriffa bei „Delicias del Sol“ an der Hauptstraße von Chio. (Homepage: www.deliciasdelsol.eu) Da ist alles absolut naturrein und ohne Konservierungsstoffe.
Zwar sehr hübsch, jedoch keineswegs typisch für die
Kanarischen Inseln sind die Toledo-Arbeiten: Schmuck, Dolche usw., die mit
kunstvollen Einlegearbeiten verziert sind. Ebenfalls vom spanischen Festland,
aus der "Keramik-Metropole" Talavera de la Reina, stammt ein Großteil der
Keramik, die hier angeboten wird. Das alles ist jedoch, wenn auch nicht typisch
für die Inseln, wenigstens doch qualitativ gute Handarbeit.
WANDERN „Richtig“ erlebt
wohl nur derjenige die wahre Schönheit der Inseln, der sie sich erwandert. Und
weil die Wandervögel wieder ganz groß im Kommen sind, gibt es inzwischen
verschiedene Büchlein mit Wanderbeschreibungen. Literaturvorschläge: der
Kompass-Wanderführer Kanarische Inseln und der Wanderführer Teneriffa,
erschienen im Goldstadt-Verlag. Das Kanarische Wanderbuch (Styro-Verlag) von
Ursula und Adam Reifenberger mit über 50 Wanderungen auf den drei kleinen
Kanareninseln La Palma, La Gomera und El Hierro. Wolfsperger: Teneriffa - die
schönsten Tal- und Höhenwanderungen (Bergverlag Rotler), Stieglitz: Wanderführer
Teneriffa (Kompass). Teneriffa zu Fuß, im Mietauto oder per Linienbus entdecken:
mit Dr. Moll’s Wanderkarte oder Führern. Erkundigen Sie sich auch bei Ihrer
Reiseleitung nach einschlägiger Literatur und empfehlenswerten
Karten.
ZOLLBESTIMMUNGEN Der deutsche Zoll
erlaubt Ihnen, folgende Artikel zollfrei von den Kanarischen Inseln in die
Bundesrepublik Deutschland einzuführen: 1 Liter Spirituosen von mehr als 22%
oder zwei Liter Spirituosen bzw. Aperitifs bis 22%; oder 2 Liter Sekt und 2
Liter sonstigen Wein, 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder
250 g Tabak, 50 g Parfüm, 1/4 Liter Toilettenwasser. Geschenke im Wert von 180
€.
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