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Ausgabe Nr. 77 vom 17. Dezember 2008 - 6. Januar 2009
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Buchungen nur über offizielle Website www.ryanair.com zulässig

Ryanair storniert Tausende Internet-Tickets

Die irische Billigfluglinie Ryanair will Tausende Reservierungen annullieren, die über unabhängige Reiseportale getätigt wurden. Die Fluggesellschaft wehrt sich damit gegen mehrere europaweit agierende Reiseagenturen, die auf ihren Webseiten unter Umgehung der offiziellen Verkaufswebseite von Ryanair Tickets verkauft haben.

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Ryanair-Verkaufschefin Sinead Finn kündigte in Barcelona die Ticket-Stornierungen an
Galerie© EFE
Ryanair-Verkaufschefin Sinead Finn kündigte in Barcelona die Ticket-Stornierungen an
24.08.2008 - Spanien - Madrid - Agenturen wie eDreams, eBookers, ferien.de oder Bravofly übernehmen dabei Buchungsdaten in ihr Sys­tem und vermitteln damit Reisen. Ryanair-Chef Michael O’Leary hält diese Agenturen jedoch für „das Online-Äquivalent zu Kartenschwarzhändlern“ und wirft den Agenturen vor, die günstige Preisstruktur der Airline zu verzerren, indem sie zusätzliche Gebühren verlangen. Außerdem werde die Fluggesellschaft geschädigt, weil Passagiere oft bei Flugverschiebungen nicht informiert würden oder bei der Buchung nicht über Zusatzgebühren - etwa für Gepäckstücke - informiert werden. Von den rund 200.000 Tickets, die Ryanair jeden Tag absetzt, wurden bisher etwa 1.000 über Agenturen verkauft.
Ab dem 25. August werde Ryanair keine Reservierungen mehr akzeptieren, die nicht über ihre eigene Homepage getätigt wurden. Verkaufschefin Sinead Finn riet Kunden, sich wegen der Rückerstattung der Kosten an den jeweiligen Internet-Anbieter zu wenden. „Wir haben bereits begonnen, das für die Tickets bezahlte Geld an die Internet-Agenturen zurückzugeben, damit diese es ihren Kunden erstatten können.“ Die Agenturen kündigten rechtliche Schritte gegen das Vorgehen an.
EU-Juristen gaben der Airline jedoch Recht. Das Verhalten sei trotzdem „verantwortungslos und fahrlässig“.






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