20.03.2008 - - Am 20.2.08 ging es einem Urlauber sehr schlecht. Er klagte über Kopfschmerzen und spuckte Blut. Wir riefen die 112 an, die auch die Ambulanz schickte. Im Centro de Salud bekam er eine Infusion und wurde wieder entlassen.
Gegen 22.00 Uhr am selben Tag, stürzte Herr B. im Badezimmer. Sein Körper war voller blauer Flecken. Abermals wurde die 112 angerufen, die wiederum die Ambulanz schickte. Die kam auch nach ca. 1 Stunde. Der Beifahrer stieg gar nicht erst aus dem Fahrzeug. Der Fahrer zog erstmal seine Gummihandschuhe an. Er begleitete uns auch in das Apto. Dort schaute er sich Herrn B. von weitem an. Dieser lag auf dem Badezimmerboden und konnte sich nicht mehr bewegen. Er klagte über starke Kopfschmerzen und hatte überall blaue Flecken.
Der Sanitäter forderte uns auf, Herrn B. aufzuheben, zu waschen, anzuziehen und in den Krankenwagen zu tragen. Sonst würde er ihn nicht mitnehmen. Wir, zwei Frauen, schleppten den völlig hilflosen Mann in den Krankenwagen. Wir gingen davon aus, dass man ihn jetzt endlich nach Santa Cruz ins Krankenhaus bringen würde.
Nach ca. 30 Minuten rief uns eine (vermutlich) Krankenschwester an und forderte uns auf, ihn wieder abzuholen. Ich erklärte ihr, dass wir die Familie in Deutschland kontaktiert hätten und diese am nächsten Tag kommen würde, um sich um ihn zu kümmern. Sie möchten ihn bitte ins Krankenhaus bringen, da es ihm sehr schlecht gehen würde. Sie ließ sich darauf nicht ein und vermittelte mich an eine weitere Person (vermutlich ein Arzt). Dieser schrie mich an, hier sei kein Hotel und legte den Hörer auf. Ein Taxi hat er ihm noch bestellt. Der Taxifahrer und meine Freundin brachten ihn dann wieder in das Apto.
Nachdem Herr B. ins Koma fiel, brachte die Ambulancia (Pablo) ihn wiederum nur unter großem Protest nach Los Llanos. Auf die Forderung der Familie hin, ihn bitte gleich nach Santa Cruz zu bringen ging niemand ein. Vier Stunden später kam er dann endlich im Hospital in Santa Cruz an. Dort wurde sofort eine Notoperation gemacht.
Der behandelnde Arzt schüttelte nur den Kopf, als die Familie ihm das Verhalten vom Centro de Salud schilderte.
Herr B. erwachte nicht mehr aus dem Koma und verstarb am 9.03.08.
Er wurde nur 44 Jahre alt.
B. Maier
La Palma